„Arbeiten ja, aber bitte nicht bis 67“

Nur eine Minderheit der Bürger will bis zum gesetzlichen Rentenalter im Job bleiben. Bleibt die Frage der Finanzierung: Verbraucher setzen hier auf verschiedene Anlagestrategien, aber auch auf kreative Ideen, wie eine Umfrage zeigt.

Die Begeisterung und Bereitschaft der Bürger, bis zu ihrem offiziellen Renteneintrittstermin zu arbeiten, hält sich in Grenzen. Fast ein Viertel der Einwohner (23,5 Prozent) hat die Absicht, früher in den Ruhestand zu gehen. Und 35,1 Prozent können sich gut vorstellen, ihr Arbeitsleben vorher zu beenden.

Das ergab eine aktuelle Sonderumfrage im Auftrag des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH, einer Forschungseinrichtung des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater e.V. und der Fachhochschule der Wirtschaft Nordrhein-Westfalen gGmbH. Für die Auswertung wurden 1.438 Personen in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

Wie Verbraucher den Ruhestand finanzieren wollen

Laut der aktuellen Befragung liebäugeln insgesamt 58,6 Prozent der Bürger mit einem früheren Ruhestand. Für viele der vermeintlichen Frührentner stellt sich aber die Frage, wie sie das finanzieren sollen. Die Sparer nennen hier verschiedene Instrumente, die teilweise auch kombiniert werden.

Über ein Viertel setzt auf zusätzliche Absicherung wie auf staatlich geförderte Riester- oder Rürup- und Betriebsrenten. Etwa genauso hoch ist der Anteil derjenigen, die planen die Finanzierung des vorgezogenen Ruhestands mit Einnahmen aus vermieteten Immobilien oder Aktienfonds abzusichern. Knapp 29 Prozent der Befragten bewohnen ein eigenes Wohnobjekt und sparen sich so die Ausgaben für die Miete.

Fast 31 Prozent der Befragten würden nach eigenen Angaben für den früheren Renteneintritt sogar finanzielle Einschränkungen in Kauf nehmen. Und 14,3 Prozent möchten den letzten Lebensabschnitt im kostengünstigen Ausland verbringen. Bis zum gesetzlichen Ruhestand wollen insgesamt knapp 28 Prozent der Befragten im Berufsleben bleiben. Bei der Mehrheit, nämlich bei 80 Prozent, hat dies klare finanzielle Gründe. Weniger als die Hälfte (47 Prozent) dieser Teilnehmergruppe findet das auch nicht tragisch, sondern hat Spaß im Job.

Die gesetzliche Rente alleine reicht nicht

Nicht einmal jeder Sechste ist laut Umfrage der Meinung, dass die gesetzliche Altersrente mit Abschlägen ausreicht. Und das aus gutem Grund. Schon jetzt erhält ein Rentner, der wenigstens 45 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt hat, nicht einmal die Hälfte, nämlich nur rund 48 Prozent seines Erwerbseinkommens als gesetzliche Altersrente ohne Abschläge.

In vielen Fällen reicht die gesetzliche Altersrente auch ohne Abschläge nicht einmal, um den bisherigen Lebensstandard im Alter halten zu können. Daher empfiehlt es sich für jeden, der noch nicht im Rentenalter ist, für das Alter vorzusorgen. Wichtig ist dabei insbesondere die Frage, wie hoch die persönliche Einkommenslücke zwischen dem im Alter notwendigen oder gewünschten Einkommen und den voraussichtlichen Alterseinkünften sein wird.

Ein Versicherungsvermittler kann auf Wunsch mit entsprechenden Computerprogrammen das tatsächliche Alterseinkommen und die Einkommenslücke im Rentenalter ermitteln. In einem Beratungsgespräch kann er zudem darüber informieren, welche Altersvorsorgelösungen für den Einzelnen individuell sinnvoll sind, um das benötigte beziehungsweise gewünschte Einkommen im Rentenalter zu erhalten.

Einen entsprechenden Experten der ALH Gruppe finden Sie hier: https://www.alte-leipziger.de/kontakt/experte-vor-ort

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