Unsere ALH Krisen-Helden: Ausgabe #8

Was steckt hinter den ALH Krisen-Helden? 

Wir haben uns im Konzern umgehört – welche Kolleginnen und Kollegen leisten gerade in der aktuellen Situation rund um Corona Besonderes? Sei es ein Nachbarschaftsdienst, soziales Engagement oder einfach die Tatsache, dass sie alles tun um für andere da zu sein – beruflich oder privat. Was ist Ihre Corona-Geschichte?

Heute haben wir  den Sohn unserer Kollegin Anja Ohlsen zu einem Interview getroffen. Wie er sich in Zeiten von Corona für Schüler einsetzt, erzählt er uns hier.

ALH: Jan-Tore, du studierst Wirtschaftsinformatik und setzt Dich schon länger in Deiner Freizeit ehrenamtlich ein. Wie engagierst Du Dich in Zeiten von Corona?

Jan-Tore: Ich engagiere mich für das soziale Projekt „Corona School“, das ist eine digitale Nachhilfe-Plattform. Schüler und Studenten können sich dazu auf corona-school.de registrieren und die Fächer angeben, in denen sie entweder Nachhilfe benötigen oder in denen man Nachhilfe bieten kann. Ein Algorithmus „matcht“ dann einen Schüler und einen Studenten, die Kontaktdaten werden dabei automatisch ausgetauscht. Für ein erstes Kennenlerngespräch verabredet man sich dann in einem Videochat und legt gemeinsam das weitere Vorgehen und die Unterrichtszeiten fest. Das Ganze ist natürlich nicht ortsgebunden, sondern funktioniert deutschlandweit. Ich wohne zum Beispiel in Mannheim, während mein Schüler in Gütersloh lebt. In der Regel treffen wir uns zwei- bis dreimal pro Woche, je nachdem wie viel Bedarf mein Schüler hat und wieviele Aufgaben er bearbeiten muss. Die Aufgaben erhält er von seinen Lehrern per E-Mail. Ich erkläre ihm die Themen und helfe, wenn er bei Aufgaben nicht weiterkommt.

ALH: Welche Herausforderungen bringt dieses Engagement mit sich?

Jan-Tore: Da man sich die Zeiten flexibel einteilen kann, ist der Zeitaspekt kein Problem. Die Herausforderung bei digitaler Nachhilfe ist die, dass man sich zwar gegenseitig sehen kann, aber nicht im Blick hat, was der andere schreibt. Es fehlt auch die Körpersprache, die man im normalen Miteinander ja auch wahrnimmt. Damit ich zum Beispiel merke, an welcher Stelle genau es bei meinem Schüler hakt, muss ich sehen, wo er bei der Berechnung der Mathematik-Aufgabe stockt und nicht weiterkommt. Das ist doch leichter zu erkennen, wenn man zusammensitzt. Wir lösen das Problem so, dass wir über WhatsApp-Video telefonieren und dann mit der Handy-Kamera das Blatt filmen, auf das wir schreiben.

ALH: Welche Chancen bietet die Corona-Krise Deiner Meinung nach – vielleicht auch längerfristig über ein„Ende“ von Corona hinaus?

Jan-Tore: Das Projekt Corona School ist jetzt in der Corona-Zeit entstanden, kann aber natürlich auch noch danach weiterlaufen. Ich denke, dass die Digitalisierung hier ganz klar einen Fortschritt zu mehr Lernmöglichkeiten darstellt. Denn auch wenn die Schulen wieder regulären Unterricht anbieten, kann ich „meinem“ Schüler als Lernpartner beiseite stehen, und er kann mich bei Fragen kontaktieren.

ALH: Gibt es etwas, das Du anderen in Zeiten von Corona mit auf den Weg geben möchtest?

Jan-Tore: In Zeiten von Corona finde ich es besonders wichtig, dass die Bildung nicht auf der Strecke bleibt. Corona School ist meiner Meinung nach ein tolles Projekt, bei dem man auch mit wenig Zeit schon einiges bewirken kann. Gerade in Krisenzeiten ist es doch wichtig, dass wir alle uns gegenseitig helfen und unterstützen.

ALH: Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen dir viel Erfolg – und deinem Nachhilfeschüler natürlich auch!

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