Unsere ALH Krisen-Helden: Ausgabe #1

Was steckt hinter den ALH Krisen-Helden? 

Wir haben uns im Konzern umgehört – welche Kolleginnen und Kollegen leisten gerade in der aktuellen Situation rund um Corona Besonderes? Sei es ein Nachbarschaftsdienst, soziales Engagement oder einfach die Tatsache, dass sie alles tun um für andere da zu sein – beruflich oder privat. Was ist Ihre Corona-Geschichte?

Wir möchten Ihnen unsere Corona-Heldin Marion Ditzinger vorstellen. Sie engagiert sich in ihrer Freizeit als „StreetAngel“ für Obdachlose – ein Projekt, das in Zeiten von Corona mehr Unterstützung denn je benötigt.

Marion Ditzinger arbeitet im Konzern in der Abteilung Kraftfahrt. In ihrer Freizeit hilft sie dem Verein StreetAngel e.V. dabei, Obdachlose, Drogen- und Alkoholabhängige sowie andere bedürftige Menschen im Frankfurter Bahnhofsviertel mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneprodukten zu versorgen. Diese trifft die Corona-Krise mit besonderer Härte, und auch für die StreetAngel-Helfer bedeutet die aktuelle Ausnahmesituation eine neue Dimension an Einsatz. Marion ist hauptsächlich in der Administration tätig, kümmert sich um Spendenbeschaffung und Akquisition. Sie packt aber auch am Wochenende die gefragten Tüten mit Lebensmitteln und verteilt sie dann sonntagabends im Bahnhofsviertel. Wer das Gebiet im Herzen von Frankfurt kennt, weiß, dass es ansprechendere Orte für ehrenamtliche Tätigkeiten gibt. Doch Marion ist das egal: „Die Menschen brauchen unsere Unterstützung und sind gerade in diesen Zeiten für jedes Engagement dankbar.“ Potenzielle neue Helfer gibt es einige, doch die wenigsten seien sich der psychischen Belastung durch die Arbeit für den Verein bewusst. „Davon abgesehen bringt die Corona-Krise auch bürokratische Hürden mit sich“, weiß Marion. So benötigen alle, die den Verein unterstützen wollen, ein Gesundheitszeugnis. „Dies beim Gesundheitsamt zu beantragen kostet Zeit und Nerven, weshalb die meisten wieder von ihrem Ansatz Abstand nehmen.“

Herausforderung für Hilfsbedürftige und Helfende

Dabei kann das StreetAngel-Team jede helfende Hand gebrauchen. Denn während der sonst so wichtige emotionale Zuspruch für die Obdachlosen nun unter den notwendigen Hygienebeschränkungen leidet, ist vor allem Schnelligkeit gefragt, um die Sachspenden möglichst zügig und zielführend zu den Bedürftigen zu bringen. Anders als vor der Corona-Pandemie sind die StreetAngel-Helfer daher momentan fast täglich unterwegs, um Hilfsgüter zu verteilen. Warme Mahlzeiten können nicht mehr ausgegeben werden, weil dies zu viele Mitarbeiter beansprucht. „Normalerweise sind wir acht bis zwölf Helfer vor Ort – jetzt sind wir schon dankbar, wenn die Polizei bei vier Helfern auf einem Fleck ein Auge zudrückt. Das bedeutet natürlich auch logistisch eine enorme Herausforderung, weil jetzt auch einfach weniger Hände anpacken können“, bemerkt Marion. Viel schlimmer sei noch, dass die Obdachlosen wegen Covid-19 derzeit kaum medizinische Versorgung erhalten. „Aber wenigstens sind die Temperaturen momentan moderat, sodass die Menschen hier zumindest nicht frieren müssen.

Corona als Chance: Das Miteinander fördern

Die freiwillige Helferin ist davon überzeugt, dass gerade in Zeiten wie diesen eine Extraportion Optimismus, aber auch Demut und Respekt im Umgang miteinander gefragt seien: „Ich würde mir wünschen, dass man ein bisschen den Blick über den Tellerrand hinaus richtet. Viele sind auch jetzt sich selbst am nächsten. Aber jeder Mensch hat ein Schicksal und es gibt nicht wenige, die andere Probleme haben, als noch schnell die nächste Packung Toilettenpapier zu ergattern. Wenn wir es mit unserem Verein schaffen, vielleicht bei nur ein, zwei Menschen in dieser Hinsicht ein Umdenken zu bewirken, haben wir schon viel erreicht!“

Mehr Infos über StreetAngel e.V. gibt es unter anderem auf Facebook und Instagram unter:

https://de-de.facebook.com/StreetAngel.eu

https://www.instagram.com/streetangelffm/

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