Was steckt hinter Ölziehen?

Ölziehen ist im wahrsten Sinne in aller Munde. Dieser Trend ist jedoch nicht neu, sondern stammt aus der Alternativmedizin und ist eine jahrhundertalte Heilmethode. Er stammt aus der Ayurvedischen Lehre und soll dem Körper helfen sich zu entgiften.

Dabei wird Öl, z.B. Kokosöl im Mund hin- und hergezogen – wie bei einer Mundspülung und nach einer gewissen Zeit wieder ausgespukt.

Was bewirkt Ölziehen? 

In erster Linie dient die sogenannte Ölkur laut Ayurveda dazu Schadstoffe, wie Toxine aus unserem Körper zu entfernen. Diese werden über die Zunge und Mundschleimhäute aus dem Körper „gezogen“. Auch die Speicheldrüsen werden angeregt und unterstützen damit das Ausscheiden von schädlichen Stoffen aus Ihrem Organismus. Ölziehen unterstützt auch einen gesunden Mundraum und beugt Beschwerden, wie z.B. Zahnfleischbluten, Mundgeruch, Zahnbelag und Karies vor. Positiver Nebeneffekt: Das Ölziehen soll zudem Zahnverfärbungen verbessern und verhindern.

Wichtig: Es ergänzt Ihre Mundhygiene und ersetzt nicht die reguläre Zahnpflege.

Daneben wird diesem Ritual nachgesagt, dass es chronischen Krankheiten vorbeibeugen und Beschwerden und Symptome lindern kann.

Wie funktioniert das Ölziehen?

Beim Ölziehen nehmen Sie jeden Morgen einen Esslöffel Öl in den Mund und ziehen diesen mehrere Minuten durch Ihren Mundraum und die Zahnzwischenräume. Hier ist der Zeitpunkt jedoch entscheidend:  Sie sollten das Ölziehen noch vor dem ersten Trinken und Essen durchführen. Wichtig putzen Sie erst im Anschluss Ihre Zähne! Am besten starten Sie an einem Wochenende, um sich etwas daran zu gewöhnen.

Sie können nahezu jedes Öl für das Ölziehen verwenden. Häufig wird auf Kokosöl, Sesamöl oder Minzöl zurückgegriffen. Mittlerweile finden Sie auch in verschiedenen Drogeriemärkten spezielle „Ölziehe-Öle“. Wichtig: Das Öl nach dem Ölziehen z. B. in einem Küchentuch entsorgen. Denn das Öl im Abfluss kann zu Verstopfungen und erhöhten Reinigungsaufwänden in den Klärwerken führen.

Nach dem Ölziehen sollten Sie den Mund gründlich mit Wasser ausspülen und danach die Zähne putzen.

Wie lange und wie oft sollte man Ölziehen?

In der Ayurveda-Lehre wird eine Maximaldauer von täglich 20 Minuten empfohlen, da bei dieser Dauer das Öl in alle Zwischenräume gelangen kann. Jedoch können auch schon 10 Minuten einen Unterschied machen.

Da Ölziehen in der Regel keine Nebenwirkungen hat, empfehlen Experten täglich Öl zu ziehen. Eine Ölziehkur kann dann von zwei Wochen bis zu drei Monaten dauern.

Spricht etwas gegen Ölziehen?

Am Anfang kann es ungewohnt sein, das Öl im Mund zu bewegen und nicht aus- oder herunterzuschlucken. In diesem Fall ist es hilfreich, Öle mit angenehmem Geschmack, wie Kokosöl oder Öl mit Minzaroma zu verwenden. Kurzfristig kann es zu einer Erstverschlimmerung kommen, die z. B. Nebenwirkungen wie Verdauungsbeschwerden hervor ruft. Diese Erstverschlimmerungen gelten in der Heilmedizin jedoch als positives Signal des Körpers und bedeuten, dass der Körper den Selbstheilungsprozess anstößt.

Fest steht auch, Ölziehen ist bisher nicht vollumfänglich wissenschaftlich erforscht worden. Es gibt jedoch einige Studien, die die Auswirkung auf Mund- und Zahngesundheit untersucht haben. Die Entscheidung für oder gegen Ölziehen liegt am Ende ganz bei Ihnen.

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