Demnächst sind die Uhren wieder auf Winterzeit umzustellen

Am 28. Oktober wird die Uhrzeit wieder von Sommer- auf die Winterzeit umgestellt. Was der Einzelne unternehmen kann, damit ihn die Zeitumstellung physisch nicht belastet.

Auch wenn eine länderübergreifende Umfrage der Europäischen Kommission ergab, dass sich eine Vielzahl der EU-Bürger die Abschaffung der jährlichen Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt wünscht, bleibt zumindest in diesem Jahr alles beim Alten. Das heißt, auch in diesem Oktober wird die Uhrzeit von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Vielen bereitet die Zeitumstellung jedoch gesundheitliche Beschwerden, weil sich die innere Uhr nicht sofort auf den neuen Zeitrhythmus einstellt. Wie man solche Gesundheitsprobleme minimieren kann.

Jedes Jahr wird am letzten Oktobersonntag die Uhrzeit von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr morgens zurück- und damit von der Sommer- auf die Winterzeit umgestellt. In diesem Jahr ist das der 28. Oktober, an dem die Zeitumstellung stattfindet und der Tag somit nicht 24, sondern 25 Stunden hat.

Doch auch wenn wir durch die Zeitumstellung jeweils im Herbst eine Stunde „geschenkt“ bekommen, empfinden viele diese Veränderung als belastend. Manche klagen zum Beispiel nach der Zeitumstellung über eine erhöhte Mündigkeit, Ein- oder Durchschlafprobleme, Konzentrations-Schwierigkeiten, depressive Verstimmungen oder Gereiztheit. Diese Probleme können zum Teil Tage oder Wochen andauern.

So wird die Zeitumstellung nicht zum Problem

Um solchen gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, raten Gesundheitsexperten jedem Einzelnen, die innere (biologische) Uhr wenigstens einige Tage vor der Zeitumstellung langsam an die neue Uhrzeit anzupassen. Es wäre beispielsweise sinnvoll, bereits einige Tage vor der Zeitumstellung etwas später als gewohnt die Mahlzeiten einzunehmen und auch später schlafen zu gehen.

Bei Schlafstörungen helfen gegebenenfalls alternative Einschlafhilfen wie Kräutertees mit Johanniskraut, Baldrian, Melisse, Passionsblumenkraut oder Hopfen.

Medizinische Schlafmittel sollten nur nach vorheriger Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Gegen eine aufkommende Müdigkeit helfen laut Gesundheitsexperten Morgenspaziergänge bei Tageslicht, regelmäßig Sport und ein lichtdurchfluteter Arbeits- und Wohnraum, um die innere Uhr umzustellen.

Die Abschaffung der Zeitumstellung

Die Europäische Kommission hat im Juli und August diesen Jahres eine öffentliche Umfrage zur EU-Sommerzeitregelung durchgeführt, bei der die EU-Bürger sich online über die Vor- und Nachteile sowie für die Beibehaltung oder Abschaffung dieser Regelung äußern konnten. „Die Sommerzeitregelung in der EU schreibt vor, dass die Uhren zweimal pro Jahr umgestellt werden, um der Verlagerung der Tageslichtphase Rechnung zu tragen und das verfügbare Tageslicht in einem bestimmten Zeitraum besser zu nutzen“, so die Europäische Kommission in ihrem Webauftritt.

Das Ergebnis der Befragung laut EU-Kommission: 84 Prozent der rund 4,6 Millionen Bürger, die an der Umfrage teilgenommen haben, sprachen sich für eine Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung aus. 76 Prozent der Befragten gaben an, dass sie wegen der Zeitumstellung negative bis sehr negative Erfahrungen haben. Konkret gaben sie an, unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zu einem erhöhten Unfallrisiko im Straßenverkehr zu leiden.

Aufgrund dieser Ergebnisse hat die EU-Kommission jüngst vorgeschlagen, „im Jahr 2019 die jahreszeitlich bedingten Zeitumstellungen in Europa zu beenden und es den Mitgliedstaaten zu überlassen, zu entscheiden, ob sie dauerhaft die Sommer- oder die Winterzeit anwenden wollen“. Sie legte dazu einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vor. Doch wann es letztendlich zu einer Abschaffung der EU-Sommerzeitregelung kommt, steht noch nicht fest, da der anvisierte Termin wegen diverser Bedenken einiger EU-Länder eventuell nicht eingehalten werden kann.

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