So bleibt man an sonnigen, heißen Tagen gesund

Schon im Mai dieses Jahres gab es sommerliche Tage mit Temperaturen um die 30 Grad Celsius. Und auch in den nächsten Monaten ist damit zu rechnen. Wer sich bei sonnigem Wetter mit hohen Temperaturen falsch verhält, riskiert jedoch die eigene Gesundheit.

Direkte Sonne und Sommerhitze können insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder sowie Kranke und Senioren ohne die richtigen Vorsichtsmaßnahmen schnell zum Gesundheitsrisiko werden. Doch auch bei gesunden Personen kann es durch falsches Verhalten zu schweren bis hin zu lebensbedrohlichen Folgen kommen.

An sonnigen Tagen mit Temperaturen ab circa 25 Grad Celsius sollte jeder bestimmte Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen, um keine gesundheitlichen Probleme zu bekommen. So sollte man grundsätzlich zum Schutz vor Hautkrebs, Hitzschlag und Sonnenstich nicht längere Zeit ungeschützt der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Ist dies nicht möglich, vermindert eine Kopfbedeckung zumindest das Risiko, einen Sonnenstich zu bekommen. Gerade kleine Kinder und Menschen mit wenig oder keinen Haaren sind diesbezüglich besonders gefährdet.

Prinzipiell ist auch darauf achten, dass alle unbedeckten Körperstellen wie Gesicht, Hals und Hände mit einem Sonnenschutzmittel, dessen Lichtschutzfaktor dem jeweiligen Hauttyp entspricht, eingecremt sind. Je heller die Haut, desto höher der notwendige Lichtschutzfaktor. Wichtig ist es zudem, die Sonnencreme mehrmals aufzutragen.

Ausreichend viel trinken

Bei Hitze muss zudem auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden. Bei normalen Außentemperaturen liegt eine gesunde Trinkmenge laut Bundesärztekammer zwischen 1,5 und zwei Litern pro Tag. Wegen des vermehrten Schwitzens an heißen Tagen, gilt es entsprechend mehr zu trinken, damit die natürlichen Regulierungsfunktionen des Körpers nicht gestört werden. Anderenfalls kann es zu Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Muskelkrämpfen und Verdauungsproblemen oder gar zu Herzrhythmusstörungen oder einem Hitzschlag kommen.

Besonders bei Babys und Kleinkinder sowie Älteren oder Kranken ist darauf zu achten, dass sie genügend trinken. Sie sind nämlich besonders hitzeempfindlich, da deren körpereigenen Temperaturregulierung über die Haut meist nicht so gut funktioniert wie bei einem gesunden Erwachsenen. Bei Älteren liegt die Ursache darin, dass mit steigendem Alter die Anzahl der Schweißdrüsen und das Durstgefühl abnimmt. Bei Kranken können auch Medikamente neben der Hitze zusätzlich einen Flüssigkeitsmangel hervorrufen.

Gesundheitsexperten empfehlen, an heißen Tagen alkohol- und möglichst zuckerfreie sowie mineralstoffhaltige Getränken wie Leitungs- oder Mineralwasser, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte zu sich zu nehmen. Eine fettarme, leichte Kost an heißen Tagen mit Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Seefisch entlastet den Organismus zusätzlich.

Die passende Kleidung für einen heißen Sommertag

Auch eine zu warme oder isolierende Kleidung kann die körpereigene Temperaturregulierung einschränken und das Risiko eines gefährlichen bis hin zu lebensbedrohlichen Hitzschlages erhöhen. Prinzipiell sollte die Kleidung locker sitzen, um einen Hitzestau auf der Haut zu vermeiden. Diverse angebotene Textilien leiten die Körperfeuchtigkeit nach außen weiter. Dadurch trocknet eine nass geschwitzte Haut schneller, was die körpereigene Temperaturregulierung begünstigt.

Es gibt auch Textilien, die zudem einen UV-Schutz mit einem Lichtschutzfaktor von 15 oder mehr enthalten und so eine auf den Körper einwirkende UV-Strahlung reduzieren, um das Sonnenbrand- und Hautkrebs zu minimieren.

Besonders Säuglinge und kranke, hilfsbedürftige Menschen müssen den Temperaturen entsprechend gekleidet werden, da sie selbst nicht in der Lage sind sich auszuziehen. Ist einem Baby zu warm, schwitzt es, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Webportal www.kindergesundheit-info.de.

Kein Sport bei Hitze und Kinder nie im Auto „parken“

Babys und Kleinkinder sowie Tiere dürfen niemals – auch nicht kurz – in einem geparkten Auto allein gelassen werden. Denn der Innenraum eines geparkten Pkws kann sich an der Sonne selbst bei mäßigen Außentemperaturen auf 50 bis 70 Grad Celsius aufheizen, was zum tödlichen Kreislaufkollaps bei den Insassen führen kann. Selbst wenn das Auto bei hohen Außentemperaturen im Schatten steht, kann sich die Hitze im Wagen lebensgefährlich anstauen. Und auch ein Autofenster, das einen Spalt offen steht, verhindert nicht einen gefährlichen Hitzestau.

Auch die sportlichen oder sonstigen körperlichen Aktivitäten wie zum Beispiel Gartenarbeiten im Freien sollten der Außentemperatur angepasst werden. Denn körperliche Höchstleistungen bei Hitze belasten das Herz und den Kreislauf unnötig. Sport oder körperlich anstrengende Tätigkeiten sind an heißen Tagen am besten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.

Hilfreich bei der Planung ist diesbezüglich das Webportal www.dwd.de/warnungen des Deutschen Wetterdienstes, denn es zeigt im Bereich „Hitzewarnungen“, wann und in welchen Regionen es besonders heiß wird.

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