Für ein altersgerechtes und sicheres Wohnen

Die Zahlen sind alarmierend: Jedes Jahr sterben mehrere Tausend Personen ab 65 Jahren infolge eines Unfalles im eigenen Haushalt. Unfallursache Nummer eins sind hierbei Stürze, die sich eigentlich leicht vermeiden lassen.

Die meisten fühlen sich zu Hause am sichersten, doch gerade Senioren sollten bei der Ausgestaltung ihrer eigenen vier Wände die Unfallrisiken möglichst minimieren. Denn nach Angaben der Initiative „Aktion das sichere Haus“ sind alleine 2015 8.800 über 65-Jährige nach einem häuslichen Unfall gestorben – ein Großteil davon durch einen Sturz.

Es gibt diverse Gründe, warum insbesondere Senioren eine erhöhte Sturzgefahr haben. Verantwortlich dafür können unter anderem altersbedingt eintretende körperliche Gebrechen sein, wie eine Verringerung der Muskelkraft, eine Verschlechterung der Sehstärke und ein schwindendes Balancegefühl und eine Verminderung der Reaktionsfähigkeit. Zum einen ist es daher insbesondere für Senioren wichtig, sich auch im Alter fit zu halten.

Zum anderen sollte man auf eine altersgerechte Einrichtung der Wohnung wie eine gute Ausleuchtung der Räume, genügend Handgriffe im Sanitärbereich und an Treppen, Leuchtstreifen an Stufen und rutschhemmende Bodenbelege sowie eine ebenerdige Dusche achten. Daneben gilt es, vermeidbare Unfallrisiken im eigenen Haushalt zu erkennen und zu beseitigen: Das können zum Beispiel ein ungünstig verlegtes Verlängerungskabel, liegen gelasse Dinge auf dem Boden oder auf der Treppe oder einfach nur ein hochgeknickter Teppichboden sein, die zur Stolperfalle werden können.

Stolperfallen vermeiden …

Die Initiative Aktion Das sichere Haus e.V. (DSH), in der verschiedene Ministerien, Verbände und Institutionen zusammenarbeiten, bietet diesbezüglich das „SeniorenSicherheitsPaket“ an, das aus vier Broschüren und Faltblättern besteht. Das Set kann insgesamt bestellt oder jede Broschüre einzeln online heruntergeladen werden. Enthalten im Set ist beispielsweise der Flyer „Bin ich sturzgefährdet?“. Damit kann man beispielsweise sein individuelles Sturzrisiko ermitteln.

Im zweiseitigen Flyer „Alltägliche Stolperfallen: Treppen, Teppiche, Kabel & Co.“, der in Kooperation mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) herausgegeben wurde, wird kurz beschrieben, wie sich die häufigsten Stolperfallen zu Hause vermeiden lassen. Unter anderem wird hier in Stichpunkten erklärt, worauf diesbezüglich bei Treppen, Teppichen, Kabeln und Beleuchtung zu achten ist.

… und das eigene Gleichgewicht und die Muskelkraft stärken

Die 16-seitige Anleitung „Krafttraining für ältere Menschen“ zeigt unter anderem Übungen zur Stärkung von Balance und Muskelkraft. Speziell für Senioren ist zudem der Ratgeber „Sicher leben auch im Alter. Sturzunfälle sind vermeidbar“ gedacht. Er erklärt, warum die richtige Bewegung und Ernährung das Unfallrisiko minimieren und gibt Tipps, wie die Ausgestaltung der Wohnung zu mehr Sicherheit beiträgt. Außerdem gibt es Hinweise zur richtigen Auswahl und Handhabung eines Rollators, für den Fall, dass eine Stabilisierung des Gangbilds notwendig ist.

Nicht im Set enthalten, aber auch beim DSH kostenlos bestell- oder herunterladbar, ist die 55-seitige Broschüre „Zu Hause sicher leben – Gefahren erkennen, Unfälle vermeiden“. Sie ist nicht nur, aber eben auch für Senioren gedacht und behandelt unter anderem die Themen „Sicherer Umgang mit Strom und elektrischen Geräten“, „Haushaltschemikalien“ und „die Hausapotheke“. Diverse Checklisten runden diese Broschüre ab.

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